Spielen & Lernen am Computer
Hier finden Sie Interessantes und Wissenswertes rund um
das Thema "Spielen und lernen am Computer".
In regelmäßigen Abständen kommen neue Beiträge hinzu.
Verfasst werden sie von Hans-Jürgen Palme, Studio im Netz.

SIN Studio im Netz

Spielerisch lernen – ja
Ruhigstellendes konsumieren - nein

Zeitgemäße Bildung und Erziehung ist ohne Nutzung des vielfältigen Medienangebotes nicht mehr denkbar. Spielen und Lernen, Kunst und Kultur haben sich längst die neuen Medien nutzbar gemacht und erfahren durch sie eine Bereicherung.
Kinder wachsen mit den zeitgemäßen Medien auf und zeigen keinerlei Berührungsängste. Im Gegenteil, sie wenden sich den bunten Bildern und den interessanten Tönen und Geräuschen begierig und neugierig zu.

Den Eltern obliegt die Aufgabe, die ersten Schritte zur kreativen und vielfältigen Nutzung der Medien in richtiger Form zu vermitteln und erlebbar zu machen. Daran sind diverse pädagogische Herausforderungen geknüpft.
Gute Spiel- und Lernprogramme können, richtig genutzt, Basiskompetenzen wie Kreativität, Diskussionsfähigkeit, Problemlösefähigkeit und flexibles Denken fördern und unterstützen.
Der Computer in Kinderhand kann aber auch negatives befördern, wie z.B. lange Verweildauer mit nicht empfehlenswerten Spielen und damit verbunden die Verkümmerung anderer wichtiger kindlicher Interessen.

Deshalb ist unbedingt darauf zu achten, dass der Spielplatz Computer, nicht als elektronischer Babysitter zum Einsatz kommt. Gerade Kinder im Vorschulalter haben einen großen Bewegungs- und Mitteilungsdrang, der uns Erwachsenen manchmal zuviel wird. Geplagt von beruflichen und privaten Alltagsroutinen sind wir in bestimmten Situationen dazu geneigt, Ruhe zu suchen und freuen uns darüber, wenn die Kinder beschäftigt sind. Umso besser, wenn das Kind mit dem Computer spielt und dabei lernt, so der Trugschluss, der dabei entstehen kann.

In Maßen genutzt kann der Spielplatz Computer aber seinen pädagogischen Mehrwert entfalten. Denn auch schon Kinder im Vorschulalter stellen sich gerne den Herausforderungen guter Lern- und Spielprogramme. Sie lösen dabei konzentriert knifflige Aufgaben. Im Normalfall sind sie von diesen Aktivitäten nach ca. 20 bis 30 Minuten so erschöpft, dass sie von alleine wieder etwas anderes spielen möchten. Wichtig dabei ist, dass die Kinder ein anregungsreiches Ambiente umgibt und sie ihre vitalen Aneignungsenergien vielfältig ausleben können und dürfen.

Hans-Jürgen Palme

Der nächste Beitrag wird sein:

Warum man Kinder mit dem Spielplatz Computer nicht alleine lassen sollte.

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